Wie du weniger beschäftigt bist

Die meisten von uns sind ziemlich beschäftigt. Im Prinzip jeden Tag. Einige identifizieren sich sogar damit. Meinen, dass sie beschäftigt sein müssten. So sehr ist es schon normal geworden.

Die meisten von uns sind ziemlich beschäftigt. Im Prinzip jeden Tag. Einige identifizieren sich sogar damit. Meinen, dass sie beschäftigt sein müssten. So sehr ist es schon normal geworden. Lass uns annehmen, jemand ist sich bewusst, dass das nicht erstrebenswert ist. Was dann? Wie können wir weniger beschäftigt sein? 

Es fängt mit einer Entscheidung an. Mit der bewussten Entscheidung, weniger beschäftigt zu sein. Bewusst das Spiel des Beschäftigtseins abzulehnen. Sich nicht mehr daran zu messen, wer mehr macht. Zu hinterfragen, was man selbst eigentlich die ganze Zeit macht. Aufgaben, E-Mails, Meetings, Serien, Social Media, Anrufe … All das wird nie ein Ende haben. Wenn du alle E-Mails abgearbeitet hast, kommt doch wieder die nächste. Es wird immer eine weitere Aufgabe geben. Immer etwas, was du zur To-do-Liste hinzufügen kannst. Auf Instagram gibt es immer noch ein Post, immer noch eine Story zu entdecken. Und wozu all das? Mit welchem Ziel? Es geht immer weiter und am Ende gibt es vielleicht gar kein Ziel.

Doch ist das Leben an sich nicht das Ziel? Der Weg? Ist nicht jeder Augenblick, das was wirklich zählt? Unsere Augenblicke nicht mit Aufgaben zu füllen, sondern mit Bedeutung, Glück und Liebe?

Zum Glück liegt es an uns, unser Beschäftigtsein mit kostbaren Sachen auszutauschen. Dringlichkeit durch Bedeutung zu ersetzen. Uns für bedeutungsvoll statt einfach nur voll zu entscheiden. Mehr Zeit und Raum zwischen Sachen zu haben, statt möglichst viel in unseren Tag zu stopfen. Wird es nicht Zeit, weniger beschäftigt und dafür glücklicher zu sein? Doch wie schaffen wir das?

Im Prinzip ist es simpel: Indem wir weniger Sachen machen. Einfach aufhören. Natürlich klappt das oft nicht so einfach. Wir haben nur bedingt die Kontrolle über unser Leben. Schließlich haben die meisten von uns Verpflichtungen. Einen Job. Menschen, die auf uns zählen und angewiesen sind. Es ist schwer, wenn dein Chef von dir erwartet, dass du beschäftigt bist. Wenn du nicht dafür belohnt wirst, Dinge zu hinterfragen und besser zu machen. Tu es trotzdem. Doch tu es bewusst und kalkuliert. Letztendlich musst du nicht sofort alles ändern.

Eine kleine Übung: Mach dir eine Liste mit 2 Spalten. Auf der einen Seite schreibst du all das, was dir wirklich wichtig ist. Was du mehr machen möchtest. Auf der anderen Seite schreibst du all die Dinge, die du am liebsten aus deinem Leben entfernen würdest. All das, was du nicht mehr machen möchtest. Dann tust du mehr von Spalte 1 und weniger von Spalte 2. Es gibt keinen geheimen Trick, um weniger beschäftigt zu sein. Du bist es einfach.

Sicherlich gibt es viele Sachen, die du nicht so einfach fallenlassen kannst. Es geht auch nicht darum, dass alles im Leben Spaß macht. Viel mehr, dass du dich damit auseinandersetzt, was du im Leben tun willst. Tue diese Dinge. Tue einfach mehr von diesen Dingen. Tue Dinge bewusst. Setzt dich für deine Ziele ein. Setzt dich dafür ein, Sachen anders zu machen. Setzt dich dafür ein, deine Arbeit anders zu gestalten. 

Am Ende ist es fast egal, was du tust. Es geht darum, wie du die Dinge tust. Dein Mindset ist wichtig. Du kannst weniger beschäftigt sein, in dem du achtsam bist. Nicht ständig mit den Gedanken schon bei der nächsten Sache. Stattdessen im Hier und Jetzt bist.

Halte öfter mal inne. Atme ein und wieder aus. Genieße den Moment. Lache. Freu dich. Fokussiere dich darauf, was du gerade tust. Was gerade ist und passiert. Finde inneren Frieden – unabhängig von den Geschehnissen um dich herum. Das ist es, wie du weniger beschäftigt bist.

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